Wie ich meinen Platz in der Künstlerfamilie fand - Mein Werdegang

Ich komme aus einer Künstlerfamilie. Mein Großvater und Onkel (beide mütterlicherseits) waren beide Maler. Meine Mutter hat Musik (Klavier) studiert.


Das war aber nicht das Einzige.

 

Meine Mutter hat während ihrer Studienzeit mit ihren Eltern ihr Heimatland verlassen, um nach Deutschland zu kommen. Hier angekommen mußte die Familie gemeinsam ihre Existenz aufbauen. Erschwerend kam noch hinzu, daß der Schulabschluss und das angefangen Studium meiner Mutter hier nicht anerkannt wurden, also mußte sie etwas „richtiges“ machen, um davon leben zu können. So landete sie in einem Bürojob, der sie nicht glücklich machte.

 

Zeitsprung

 

Viele Jahre später habe ich als Kind angefangen zu malen und zu zeichnen. Das hat meiner Mutter gar nicht gefallen. Das ist auch kein Wunder bei den Erfahrungen, die sie selbst mit Kunst gemacht hat.

 

Und auch bei mir gab es einschneidende Veränderungen im Leben, so das ich früh selbständig werden mußte und neben Hausaufgaben und Hausarbeit bald keine Zeit mehr hatte zum malen.

 

Die Malerei war bald ganz vergessen und auch ich habe etwas „richtiges“ studiert, nämlich Sprachen.

 

Nächste Station war für mich dann ein Bürojob, der mich weder erfüllt noch glücklich gemacht hat. Denn tief in mir drin wußte ich immer daß ich Kunst machen will.

 

Deshalb bin ich eines Morgens einem inneren Impuls gefolgt, der mich zurück zu ihr brachte, und ich legte mir am selben Tag wieder alle Materialien zu und habe seitdem der Malerei nie wieder den Rücken gekehrt!

 

Über freiwillige Nachtschichten an der Staffelei, zahlreiche Kurse, Workshops und einem Kunststudium habe ich mich stetig weiterentwickelt, weil die Kunst mir in jeder Krise auch wieder positive Kraft, innere Freiheit, Lebendigkeit, Mut und Stärke verliehen hat.

 

Seitdem folgten Ausstellungen im In- und Ausland - und so fanden auch einige meiner Arbeiten in private Kunstsammlungen!

 

So wiederholen wir manchmal ganz unbewußt (Lebens-)Muster, die nicht unsere eigenen sind.

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